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Münchner Akademie für pferdegestütztes Coaching

Persönlichkeitsentwicklung mit Pferden als Motivator und Feedbackgeber
in Vaterstetten / München - Ost / Bayern

Vielleicht warst du nie zu sprunghaft. Vielleicht hat nur lange niemand verstanden, wie deine Energie funktioniert.
 

Vielleicht warst du nie zu sprunghaft. Vielleicht hat nur lange niemand verstanden, wie deine Energie funktioniert.

Eine Klientin stand mit unserem jungen Pferd Girgel auf dem Platz. Und sie war hart zu sich. Zu viele Baustellen. Zu viele Interessen. Zu wenig Konsequenz. Ihr inneres Urteil war eindeutig: Mit mir stimmt etwas nicht.

Und dann passierte etwas Bemerkenswertes.

Girgel wandte sich nicht ab. Er folgte ihrer Energie, ihrer Neugier, ihren Impulsen. Ohne Abwertung. Ohne Korrektur. Ohne den Appell, sich endlich mehr zusammenzureißen.

Resonanz statt Urteil.

Sie war irritiert. Und berührt. Denn das Pferd reagierte nicht so, wie sie es von sich selbst kannte.

Im Nachgang haben wir nicht daran gearbeitet, wie sie sich mehr disziplinieren kann. Sondern daran, wie sie diese Energie lesen, nutzen und in gute Bahnen lenken kann — für sich und für andere.

Weil nicht jede Stärke in gerader Linie daherkommt.

Und weil das vielleicht auch eine Frage ist, die wir anderen öfter stellen sollten: Was wäre möglich, wenn du dich nicht nur korrigierst — sondern besser verstehst?


Scanner oder Taucher — welcher Typ bist du?

Und warum die Antwort wichtiger ist als du denkst

Manche Menschen wissen seit der Kindheit genau, was sie wollen. Sie vertiefen sich in ein Thema, bleiben dabei, werden darin richtig gut. Man nennt sie — nach Barbara Sher — Taucher.

Und dann gibt es die anderen.

Menschen mit zehn offenen Tabs im Browser und zwölf angefangenen Projekten. Die sich begeistern, anfangen, weiterspringen. Die morgens Keramik lernen wollen und abends schon an einem Businessplan sitzen. Die vieles können, aber nie bei einer Sache bleiben.

Barbara Sher nennt sie Scanner. Und sie sagt: Das ist keine Schwäche. Das ist ein Persönlichkeitsstil.


Was unterscheidet Scanner von Tauchern?

Taucher haben eine zentrale Leidenschaft. Sie graben sich tief in ein Thema ein, suchen Expertise, Tiefe, Meisterschaft. Ihr Antrieb ist Vertiefung.

Scanner funktionieren anders. Ihr Antrieb ist Breite. Neugier. Verbindung zwischen Ideen. Sie lernen etwas, bis sie es verstanden haben — und dann zieht sie das nächste Thema an. Nicht weil ihnen Disziplin fehlt. Sondern weil das Lernen selbst die Belohnung ist, nicht das Meistern.

Das klingt nach Vorteil. Und trotzdem leiden viele Scanner. Weil die Welt ihnen sagt: Such dir eine Sache aus. Bleib dabei. Werde darin gut. Eine Botschaft, die für Taucher stimmt — und für Scanner falsch ist.


Warum Scanner sich so oft falsch fühlen

Scanner vergleichen sich mit Tauchern. Und verlieren dabei immer.

Sie sehen die Kollegin, die seit 15 Jahren in ihrem Fachgebiet arbeitet und darin aufgeht. Den Freund, der mit ruhiger Konsequenz an seinem Projekt bleibt. Die Führungskraft, die klar und geradlinig wirkt.

Und sie denken: Warum kann ich das nicht? Was sie dabei übersehen: Sie versuchen, jemand anderes zu sein. Mit einer anderen Architektur.

Ein Scanner, der versucht wie ein Taucher zu leben, ist nicht disziplinierter. Er ist erschöpfter.

Was Scanner wirklich brauchen

Keine Selbstdisziplin. Keine Therapie. Kein „endlich mal dranbleiben".

Sondern: ein System, das zu ihrer Art zu denken passt. Barbara Sher schlägt vor, dass Scanner aufhören, ihre Interessen zu bekämpfen — und anfangen, sie zu strukturieren. Das kann bedeuten:

Verschiedene Projekte bewusst parallel führen, statt eines nach dem anderen zu erzwingen. Die eigene Neugier als Kompass nutzen, nicht als Problem. Berufsfelder oder Rollen suchen, die Breite belohnen statt bestrafen. Und vor allem: die eigene Geschichte neu lesen — nicht als Sammlung von Abbrüchen, sondern als Sammlung von Erfahrungen.


Was Pferde damit zu tun haben

Pferde urteilen nicht nach Lebenslauf.

Sie registrieren Energie, Präsenz, Authentizität. Und sie reagieren — ohne die Filter, die Menschen füreinander haben.

In der Arbeit mit Pferden erleben Scanner oft zum ersten Mal, dass ihre Art zu sein nicht korrigiert wird. Dass ihre Beweglichkeit, ihre Reaktionsschnelligkeit, ihre Sensibilität nicht stört — sondern wirkt.

Das ist kein therapeutischer Trick. Das ist ehrliches Feedback aus einer anderen Intelligenz. Und manchmal ist genau das der Moment, in dem jemand aufhört, sich zu bekämpfen.


Wenn du dich wiedererkennst

Dann ist die Frage nicht: Wie werde ich endlich fokussierter?

Sondern: Wie kann ich meine Art zu denken und zu arbeiten so nutzen, dass sie zur Stärke wird?

Genau das ist der Ausgangspunkt unserer Arbeit — im Einzelcoaching, im Team, und manchmal mit vier Beinen Unterstützung.

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